Der Denkfehler
Eine Erweiterung installieren fühlt sich an wie eine App installieren: kostet nichts, liegt einfach da.
Bei einer KI stimmt das nicht.
Jede aktive Erweiterung schreibt ihre Beschreibung in den Arbeitsspeicher des Modells — bei jeder einzelnen Anfrage. Zwanzig Erweiterungen, die du nie benutzt, verbrauchen trotzdem bei jeder Frage Platz. Platz, der dann für dein eigentliches Anliegen fehlt.
Das ist kein Schaden im Sinne von kaputt. Es ist stiller Verbrauch.
Die drei Fragen vor jeder Installation
1. Was genau kostet sie? Gute Werkzeuge sagen dir das. Bei Claude Code zeigt `claude plugin details <name>` den Dauerverbrauch.
2. Benutze ich sie wöchentlich? Wenn nein: nicht installieren. Man kann sie später jederzeit dazunehmen.
3. Kann ich dasselbe mit einem Satz erklären? Vieles, wofür Leute Erweiterungen installieren, ist eine Anweisung, keine Software.
Kuratiert statt gesammelt
Die Versuchung ist, alles zu installieren, was interessant klingt. Die bessere Haltung ist die eines Werkzeugkastens: wenige Sachen, die du wirklich benutzt, an einem Ort, den du kennst.
Wer wissen will, ob sich etwas lohnt, misst es — vorher und nachher. Schätzen führt hier immer zu „das bisschen macht doch nichts", und zwanzigmal ein bisschen ist viel.
Was wirklich lohnt
Nicht, was am meisten kann. Sondern was du im letzten Monat tatsächlich benutzt hast. Diese Liste ist bei fast jedem kürzer, als er denkt.
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⚠️ Namen und Angebote ändern sich schnell. Die Prüfung bleibt: Kosten kennen, Nutzung ehrlich einschätzen, im Zweifel weglassen.
Das war komplett kostenlos, und davon gibt es mehr.
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