Drei Größen, ein Missverständnis
Fast jeder Anbieter hat drei Stufen: ein großes Modell, ein mittleres, ein kleines. Und fast jeder Nutzer nimmt immer das größte.
Bei Anthropic heißen sie Opus (groß), Sonnet (mittel), Haiku (klein). Bei anderen Anbietern heißen sie anders, das Prinzip ist dasselbe.
Was der Unterschied kostet
Über die Programmierschnittstelle, Stand August 2026, pro einer Million Wörter-Bausteine:
| Modell | Eingabe | Ausgabe |
|---|---|---|
| Opus 5 | 5 $ | 25 $ |
| Sonnet 5 | 3 $ | 15 $ |
| Haiku 4.5 | 1 $ | 5 $ |
Faktor fünf zwischen oben und unten. Und Haiku antwortet spürbar schneller.
⚠️ Diese Preise gelten für die Schnittstelle. Wer ein Abo nutzt, zahlt anders — dort ist die Frage nicht der Preis, sondern wie schnell dein Kontingent aufgebraucht ist. Das Prinzip bleibt gleich.
Die Faustregel
| Aufgabe | reicht |
|---|---|
| Umformulieren, zusammenfassen, übersetzen | klein |
| Sortieren, herausziehen, klassifizieren | klein |
| Normaler Alltag, Briefe, Erklärungen | mittel |
| Mehrere Schritte, die aufeinander aufbauen | groß |
| Etwas, bei dem ein Fehler wirklich teuer wird | groß |
Merksatz: Je mehr die Aufgabe nachdenken statt umformen verlangt, desto größer das Modell.
Der zweite Regler, den kaum jemand kennt
Neuere Modelle haben zusätzlich eine Anstrengungsstufe — von niedrig bis maximal. Ein großes Modell auf niedriger Stufe ist oft besser und günstiger als ein mittleres auf voller Stufe.
Wer programmiert: das ist meist der wirksamere Regler als der Modellwechsel.
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⚠️ Modellnamen und Preise ändern sich. Die Faustregel bleibt: erst die Aufgabe einschätzen, dann die Größe wählen. Nicht umgekehrt.
Das war komplett kostenlos, und davon gibt es mehr.
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